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Bußlied eines Romantikers
Alles, was mit Qual und Zoren Wir
gedudelt, geht verloren; Hats auch kein Prophet beschworen.
Welch ein Graun wird sein und Zagen, Prüft der Richter ernst
mit Fragen Kleine so wie große Klagen!
Hinposaunt mit
Schreckentone, Gehen wir zum Richterthrone, Wer mit Geist
gereimt, und ohne.
Auch mich Armen wird man sehen Mit den
Sündern auferstehen, Zur Verantwortung zu gehen.
Manches
Büchlein wird entfalten, Wie wir, feind den hohen Alten, Hier
modern=romantisch lallten.
Ohn Erbarmen wird gerichtet, Was
wir, gleich als wärs gedichtet, Firlefanzisch aufgeschichtet.
Ach, was werd ich Armer sagen, Wann der Kunst Geweihte
klagen,
Und wir Süd-Kunstmacher zagen?
Gnade, ruf' ich,
Herr, mir Knaben! Frei ja gabst du deine Gaben; Konntest du mich
auch nicht laben?
Thatst du (woll es, Herr, erwägen!) Je
ein Wunder meinetwegen, Mein Gemüt mit Kraft zu pflegen?
Trotz dem Angstschweiß meines Strebens Nachzuäffen Geist des
Lebens; Alle Mühe war vergebens!
Richter der gerechten
Rache, Nachsicht üb in meiner Sache, Wenn ich, wie ich kann, es
mache.
Scham und Reue muß ich dulden; Tief erröt ich ob den
Schulden, Wie ein Kreuzer unter Gulden.
Hab ich reimend
mich verschrieen, Du, der Schächern selbst verziehen, Laß es
gehn für Melodieen!
Achte nicht mein Schrein so teuer, Daß
ich darum, o du Treuer, Brennen sollt in ewgem Feuer.
Zu
den Schafen laß mich kommen, Von den stößigen, nicht frommen,
Bundesböcken ausgenommen.
Wird auch Feuer ohne Schonung
Meinen Reimen zur Belohnung, Nimm doch mich in deine Wohnung.
Herz, zerknirscht im tiefsten Grunde, Ruf' Ade dem
Schwärmerbunde, Daß ich zu Vernunft gesunde!
Wer gesündigt
hat mit Zoren, Muß dort ewig, ewig schmoren. Aber mich, trotz
meinen Schulden, Nimm ins Paradies mit Hulden. Gieb mir Armen
ewge Ruh, Sei es auch - mit Kotzebu!
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