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| Wie interpretiert man einen Roman?: (Literaturwissen): Für die Sekundarstufe von
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Den Plan aufdecken, der einer Handlung zugrunde liegt.
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Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) Rezension bezieht sich auf: Wie interpretiert man einen Roman?: (Literaturwissen): Für die Sekundarstufe (Taschenbuch) Hans-Dieter Gelfert, emeritierter Professor für Anglistik, beklagt, dass Romane selten als Sprachkunstwerke gelesen würden, sondern ohne "Aufwand des Bewusstseins". Er will mit seiner Handreichung für Schüler der Sekundarstufe zunächst einen Blick in den Werkzeugkasten von Roman-Autoren gewähren. Die Entwicklung des bürgerlichen Romans wurde durch das Ende der Ständegesellschaft angeregt, als plötzlich interessierte, was in anderen Schichten als der bürgerlichen passierte. England spielte in der Entstehung des bürgerlichen Romans eine Vorreiterrolle. Gelfert stellt diverse Erzählertypen vor (Berichterstatter, Ich-Erzähler) und vergleicht das Erzählen eines Romans mit der Tätigkeit des Kameramans, der Kameraeinstellung und Blickwinkel/Aufnahmestandpunkt wählt. Weiter richtet Gelfert den Blick auf den Erzählrhytmus und das sich wie ein Fluss windende Erzählmuster. Um einen Text zu interpretieren, müsse man den Plan aufdecken, der einer Handlung zugrunde liegt.
Sichtweisen wie die panoramische oder instrospektive werden definiert, Charaktere von Typen abgegrenzt, und flache wie runde Charaktere unterschieden. Archetypen, Stereotypen; Helden, Trickster, Drachentöter und die Femme fatale als Protagonisten stellt uns der Autor vor. Als Grundwissen über Romane vermittelt Gelfert transversale und longitudinale Spannungsformen, sowie sechs Standardformen der Eröffnung eines Romans. Nach Utopie (Huxley) und Satire (Swift) geht es im praktischen Teil an die Checkliste formaler Merkmale. Die Romaninterpretation wird an den beispielhaften Klassikern Wahlverwandtschaften (1809), Große Erwartungen, Tess von den d'Urbervilles, Effie Briest, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, Ulysses, Das Schloß, Die Blechtrommel, Mein Name sei Gantenbein (1964) erarbeitet.
"Wie interpretiert man einen Roman" habe ich aufgrund zahlreicher Verweise darauf in Wie interpretiert man eine Novelle und eine Kurzgeschichte? gelesen. Das Reclam-Heft wendet sich ausdrücklich an Schüler der Sekundarstufe. Für den Zweck, mit erwachsenen Literaturliebhabern, deren Schulzeit schon lange zurückliegt, über Romane zu diskutieren, ist die Handreichung, die 1993 erschien und 2004 unverändert nachgedruckt wurde, im Vergleich mit dem og. empfehlenswerten Band zur Interpretation von Kurzgeschichten nur bedingt geeignet. Der sehr wissenschaftlich formulierte Text könnte dadurch gewinnen, wenn er bei einer Neuauflage dem Wortschatz der heutigen Schülergeneration angepassst würde.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 13. Juli 2011 | | | | | | | | | | Kundenrezensionen: | | | 2. | Den Plan aufdecken, der einer Handlung zugrunde liegt. (die aktuell angezeigte Rezension) | | 1. | Für Studenten! | | |
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